- Polieren (leichter Klarlackkratzer)
- Smart Repair (Kleinschaden)
- Spot Repair / Beilackieren klein
- Stoßfänger komplett lackieren
- Tür/Kotflügel teillackieren
- Motorhaube teillackieren
- Felge lackieren (1 Stück)
- Komplettlackierung (Außen)
Inhaltsverzeichnis
- Autolackierung - von den Grundlagen zu den Details
- Autolack in echt: Mehrschichtsystem, Sinn und Stolpersteine
- Welche Lackschäden gibt’s – und was sagt dir der Schaden?
- Smart Repair, Spot Repair, Teil- und Komplettlackierung – was passt wann?
- Farbton treffen: Warum „genau wie vorher“ manchmal schwer ist
- So läuft eine Lackierung ab (Werkstatt-Realität, Schritt für Schritt)
- Vorbereitung ist alles: Schleifen, Spachtel, Füller – kurz, aber wichtig
- Rost & Kanten: Die zwei Klassiker, die später wiederkommen
- Kosten verstehen: Was treibt den Preis – und wo wird’s unfair?
- DIY vs. Profi: Was du selbst machen kannst (und was besser nicht)
- Guten Lackierer finden: Woran du Qualität erkennst
- Pflege nach der Lackierung: Was du in den ersten Wochen lassen solltest
- Mini-FAQ: Häufige Fragen, kurz beantwortet
- Fazit
Autolackierung - von den Grundlagen zu den Details
Ich baue den Artikel hier wie eine gute Lackierung auf: erst die Basis, dann die Praxis, dann der Blick aufs Geld – und zum Schluss die Frage, wie du eine Werkstatt findest, bei der du dich nicht nachher ärgerst. Klingt simpel. Ist es im Kern auch. Nur die Details machen’s spannend.
Orientierung in 30 Sekunden
- Erst verstehst du den Lackaufbau, dann wirken die Reparaturarten logisch
- Farbton & Übergänge sind die häufigsten „Warum sieht man das noch?“-Gründe
- Der Preis hängt oft mehr an Vorarbeit und Demontage als am Lack selbst
Autolack in echt: Mehrschichtsystem, Sinn und Stolpersteine
Autolack ist nicht einfach „Farbe drauf und fertig“. Moderne Fahrzeuge haben fast immer ein Mehrschichtsystem: Grundierung/Primer (Haftung und Korrosionsschutz), Basislack (der Farbton) und Klarlack (Glanz, UV-Schutz, Chemieresistenz). Und ja – bei Perleffekt, Metallic oder Mattlack wird’s noch mal spezieller. Unter uns: Der Klarlack ist oft der heimliche Star, weil er am Ende bestimmt, ob’s edel wirkt oder nach „nachlackiert“ schreit.
Werkstatt-Wissen, locker erklärt
- Primer/Grundierung: sorgt für Haftung und schützt das Blech
- Basislack: liefert den Farbton (bei Metallic mit Effektpigmenten)
- Klarlack: schützt vor UV, Salz, Waschchemie; macht Glanz und Tiefe
- Mattlack: braucht exakte Verarbeitung – Polieren ist später keine Option
Welche Lackschäden gibt’s – und was sagt dir der Schaden?
Der erste Blick entscheidet: Ist’s nur im Klarlack oder bis aufs Blech? Ein feiner Parkkratzer kann wie eine Katastrophe wirken, ist aber manchmal nur ein Klarlack-Thema. Umgekehrt sind kleine Steinschläge fies, weil sie punktuell bis zur Grundierung gehen – und dann Rost einlädt wie ein ungebetener Gast. Weißt du was? Viele Schäden wirken „klein“, sind aber strategisch ungünstig, etwa an Türkanten oder Radläufen.
So liest du den Schaden wie ein Profi
- Weißlicher Schleier: oft Klarlack/oberflächlich (kann polierbar sein)
- Dunkle Linie: Basislack verletzt, meist Lackierung sinnvoll
- Metall sichtbar: sofort handeln (Korrosionsgefahr)
- Steinschlag-Cluster an Haube/Stoßfänger: Spot/Teilbereich je nach Dichte
Smart Repair, Spot Repair, Teil- und Komplettlackierung – was passt wann?
Hier kommt die gute Nachricht: Nicht jeder Schaden braucht eine Komplettlackierung. Smart Repair (kleine Ausbesserungen) kann bei Mini-Kratzern oder kleinen Lackabplatzern funktionieren. Spot Repair ist schon „mehr Lackierer-Handwerk“: ein lokaler Lackauftrag mit sauberem Beilackieren in die Fläche. Teilbereichslackierung (z. B. eine Tür komplett) ist oft der Sweet Spot, wenn du Ruhe willst. Komplettlackierung? Eher, wenn der Gesamtzustand mies ist, mehrere Panels betroffen sind oder du wirklich die Farbe wechseln willst.
Welche Methode passt zu welchem Fall?
- Smart Repair: kleine Schäden, begrenzte Fläche, schnelle Lösung
- Spot Repair: lokaler Schaden, aber mit Übergang in die Fläche
- Teillackierung: ein Bauteil komplett (Tür, Kotflügel, Stoßfänger)
- Komplettlackierung: viele Schäden, Farbwechsel, „Neustart“-Projekt
Autolackierung - alle Maßnahmen im Detail
- Spot-Repair
- Smart Repair
- Teillackierung
- Komplettlackierung
- Unfallinstandsetzung & Lackaufbau
- Sonder- & Effektlackierung
- Felgenlackierung
- Rostbeseitigung & Lackaufbau
- Klarlack & Lackversiegelung
- Oldtimer-Lackierung
- Motorrad- & Teilelackierung
- Industrie- & Speziallackierung
Spot-Repair
Spot-Repair ist die schnelle Lösung für kleine Lackschäden – zum Beispiel Parkkratzer, Steinschläge oder leichte Schrammen. Dabei wird nur die beschädigte Stelle lokal ausgebessert, nicht das ganze Bauteil neu lackiert. Einsatzbereich: Perfekt für kleine optische Mängel, Leasingrückgaben oder wenn du dein Auto verkaufen willst.
Die schnellen Antworten auf die häufigsten Fragen:
- Frage: Sieht man das später noch? Antwort: Bei professioneller Ausführung meist kaum oder gar nicht – Farbton und Übergänge werden angepasst.
- Frage: Wann reicht Spot-Repair nicht mehr? Antwort: Wenn der Schaden großflächig oder bis ins Metall geht.
- Frage: Lohnt sich das bei älteren Autos? Antwort: Gerade da – weil du mit wenig Aufwand den optischen Eindruck deutlich verbessern kannst.
Smart Repair
Smart Repair geht über reine Lackarbeiten hinaus und behebt kleinere Schäden kostengünstig und gezielt – etwa kleine Dellen, Kunststoffkratzer oder Innenraumbeschädigungen. Einsatzbereich: Ideal bei kleinen Alltagsbeschädigungen ohne Struktur- oder Rahmenschäden.
Das solltest du vorher wissen:
- Frage: Ist das dauerhaft haltbar? Antwort: Bei fachgerechter Ausführung ja – besonders bei kleinen Schäden.
- Frage: Ist es günstiger als klassische Reparatur? Antwort: Meist deutlich, weil nur punktuell gearbeitet wird.
- Frage: Gibt es Grenzen? Antwort: Ja – größere Schäden brauchen klassische Instandsetzung.
Teillackierung
Bei der Teillackierung wird ein komplettes Bauteil neu lackiert – etwa Stoßstange, Kotflügel oder Tür. Einsatzbereich: Wenn ein einzelnes Teil stark beschädigt ist oder Farbunterschiede entstehen würden.
Typische Überlegungen vor der Entscheidung:
- Frage: Sieht man Farbunterschiede? Antwort: Gute Lackierer gleichen Farbton und Glanzgrad exakt an.
- Frage: Wann ist das sinnvoller als Spot-Repair? Antwort: Bei größeren oder tiefen Schäden.
- Frage: Wird das Teil ausgebaut? Antwort: Häufig ja – für ein sauberes Ergebnis.
Komplettlackierung
Hier bekommt dein Fahrzeug eine komplett neue Lackschicht – entweder im Originalfarbton oder in einer neuen Wunschfarbe. Einsatzbereich: Bei stark verwittertem Lack, nach umfangreicher Reparatur oder wenn du deinem Auto einen komplett neuen Look geben willst.
Was du dir hier unbedingt überlegen solltest:
- Frage: Lohnt sich das finanziell? Antwort: Bei hochwertigen oder emotional wertvollen Fahrzeugen meist ja – bei sehr alten Fahrzeugen eher abwägen.
- Frage: Wie lange dauert das? Antwort: Je nach Aufwand mehrere Tage bis Wochen.
- Frage: Muss alles zerlegt werden? Antwort: Für ein perfektes Ergebnis oft ja.
Unfallinstandsetzung & Lackaufbau
Nach einem Unfall wird nicht nur lackiert, sondern auch gespachtelt, geschliffen, grundiert und neu aufgebaut. Einsatzbereich: Bei Schäden durch Kollision, Vandalismus oder größere Beschädigungen.
Wichtige Punkte, die du klären solltest:
- Frage: Zahlt das die Versicherung? Antwort: Bei Haftpflicht- oder Kaskoschäden in der Regel ja.
- Frage: Bleibt der Wert erhalten? Antwort: Fachgerechte Reparatur minimiert Wertverlust.
- Frage: Wie lange steht das Auto? Antwort: Je nach Schaden mehrere Tage.
Sonder- & Effektlackierung
Metallic, Matt, Perleffekt oder individuelle Designs – hier geht es um Optik und Individualität. Einsatzbereich: Für Tuning-Fans, Showcars oder alle, die etwas Besonderes wollen.
Bevor du dich entscheidest:
- Frage: Ist das pflegeintensiver? Antwort: Mattlacke z. B. brauchen spezielle Pflege.
- Frage: Ist das teurer? Antwort: Meist ja – wegen Material und Aufwand.
- Frage: Kann ich zurück zum Originallack? Antwort: Nur durch erneute Komplettlackierung.
Felgenlackierung
Felgen werden gereinigt, geschliffen und neu lackiert oder pulverbeschichtet. Einsatzbereich: Bei Bordsteinschäden oder optischem Upgrade.
Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet:
- Frage: Lackieren oder pulvern? Antwort: Pulverbeschichten ist robuster, Lackieren flexibler im Design.
- Frage: Hält das lange? Antwort: Bei fachgerechter Arbeit ja.
- Frage: Muss der Reifen runter? Antwort: In der Regel ja.
Rostbeseitigung & Lackaufbau
Rost wird entfernt, das Metall behandelt und neu aufgebaut. Einsatzbereich: Bei älteren Fahrzeugen oder ersten Roststellen.
Warum du hier nicht warten solltest:
- Frage: Kann man Rost einfach überlackieren? Antwort: Nein – er kommt sonst wieder durch.
- Frage: Wird das teuer? Antwort: Je früher du handelst, desto günstiger bleibt es.
- Frage: Ist das dauerhaft haltbar? Antwort: Ja, wenn gründlich gearbeitet wird.
Klarlack & Lackversiegelung
Der Klarlack schützt die Farbschicht, Versiegelungen erhöhen Glanz und Widerstandsfähigkeit. Einsatzbereich: Nach Lackarbeiten oder als Schutzmaßnahme.
Das bringt dir zusätzlicher Schutz:
- Frage: Schützt das vor Kratzern? Antwort: Vor leichten Einwirkungen ja, nicht vor tiefen Schäden.
- Frage: Wie lange hält eine Versiegelung? Antwort: Je nach Produkt mehrere Monate bis Jahre.
- Frage: Lohnt sich das bei Neuwagen? Antwort: Besonders dort.
Oldtimer-Lackierung
Hier geht es um originalgetreue Wiederherstellung inklusive spezieller Lackaufbauten. Einsatzbereich: Restaurierung klassischer Fahrzeuge.
Was hier besonders wichtig ist:
- Frage: Muss der Originallack getroffen werden? Antwort: Ja, besonders für Werterhalt.
- Frage: Dauert das lange? Antwort: Oft mehrere Wochen oder Monate.
- Frage: Ist das teuer? Antwort: Ja – wegen Detailarbeit und Aufwand.
Motorrad- & Teilelackierung
Lackierung einzelner Teile wie Tank, Verkleidung oder Spoiler. Einsatzbereich: Individualisierung oder Reparatur kleinerer Bauteile.
Typische Praxisfragen:
- Frage: Geht auch Airbrush? Antwort: Ja, viele Lackierereien bieten das an.
- Frage: Muss alles demontiert werden? Antwort: Für saubere Ergebnisse meistens ja.
- Frage: Ist das günstiger als Autolackierung? Antwort: In der Regel ja, da weniger Fläche.
Industrie- & Speziallackierung
Neben Fahrzeugen lackieren viele Betriebe auch Maschinen, Bauteile oder Spezialoberflächen. Einsatzbereich: Gewerbliche oder technische Anwendungen.
Was hier anders läuft:
- Frage: Geht es hier nur um Optik? Antwort: Nein – oft steht Korrosionsschutz oder Widerstandsfähigkeit im Fokus.
- Frage: Sind Speziallacke nötig? Antwort: Ja, je nach Einsatzbereich.
- Frage: Ist das auch für Privatpersonen relevant? Antwort: Nur in speziellen Fällen.
Farbton treffen: Warum „genau wie vorher“ manchmal schwer ist
„Ist doch nur Schwarz.“ Tja. Selbst Uni-Schwarz hat Varianten, und Metallic ist sowieso ein eigenes Universum. Lack altert: Sonne, Waschstraße, Umwelt – alles arbeitet. Dazu kommen unterschiedliche Lackcodes, Herstellerrezepturen und Effektpigmente, die je nach Spritzgang anders stehen. Ein guter Betrieb arbeitet deshalb mit Mischbank (z. B. Standox, Spies Hecker, PPG oder Glasurit), nutzt Farbtonkarten und oft ein Spektralphotometer. Und dann wird beigemischt, bis es passt. Manchmal sogar mit einem kleinen Testblech. Klingt nach Overkill? Ist aber genau der Unterschied zwischen „sieht man“ und „sieht man nicht“.
Warum Farbtonarbeit Geld wert ist
- Lackalterung: der Originallack ist selten „wie ab Werk“
- Metallic/Perl: Effekt hängt von Spritztechnik und Schichtdicke ab
- Tools: Spektralgerät + Mischsystem erhöhen Trefferquote
- Beilackieren: Übergänge in Nachbarflächen machen’s unsichtbarer
So läuft eine Lackierung ab (Werkstatt-Realität, Schritt für Schritt)
Ich hole jetzt einfach mal aus: Eine seriöse Lackierung ist weniger „Sprühnebel und Glanz“, sondern mehr Prozess. Erst wird begutachtet und geplant (was wird demontiert, wo endet der Lack, welche Anbauteile sind im Weg). Dann folgt die Vorbereitung: reinigen, schleifen, ggf. spachteln, füllern, wieder schleifen. Erst danach kommt Lack: Basislack in mehreren Gängen, dann Klarlack. Und dann Trocknung – je nach System Lufttrocknung oder Kabine. Zum Schluss: Montage, Finish, Kontrolle bei Tageslicht. Ja, Tageslicht. In der Kabine sieht vieles gut aus, draußen zeigt’s die Wahrheit.
Der Ablauf als Checkliste
- Begutachtung + Lackcode + Reparaturweg festlegen
- Demontage (Griffe, Leisten, Scheinwerfer – je nach Bauteil)
- Untergrundaufbau: schleifen, spachteln, füllern, anschleifen
- Basislack + Klarlack, dann Trocknung in Kabine oder per IR
- Finish: Staubeinschlüsse prüfen, ggf. nibben/polieren (nicht bei Matt)
Vorbereitung ist alles: Schleifen, Spachtel, Füller – kurz, aber wichtig
Wenn Lackierung ein Haus wäre, dann ist die Vorbereitung das Fundament. Spachtel gleicht Dellen aus, Füller glättet Schleifriefen, und das Schleifbild entscheidet über Haftung. Klingt trocken, ist aber der Grund, warum manche Lackierungen nach einem Winter top sind – und andere nach drei Monaten Kanten zeigen. Ein leicht widersprüchlicher Satz, den ich gleich auflöse: „Mehr Material“ ist nicht automatisch besser. Zu viel Spachtel oder zu dicker Füller kann später arbeiten, reißen oder Kanten bilden. Besser ist: sauber, passend, in Schichten, mit Trockenzeiten.
Typische Vorbereitungsfehler (und wie man sie vermeidet)
- Zu grob geschliffen: Riefen zeichnen sich später ab
- Zu fein geschliffen: Haftung leidet, Risiko für Abplatzer
- Zu dick gespachtelt: kann schrumpfen oder reißen
- Trockenzeiten ignoriert: „zieht“ später Kanten oder matte Stellen
Rost & Kanten: Die zwei Klassiker, die später wiederkommen
Rost ist nicht romantisch. Er ist ein Prozess. Und wenn er einmal unter dem Lack sitzt, arbeitet er weiter – auch wenn’s erst mal hübsch aussieht. Besonders kritisch: Radläufe, Türkanten, Falze, Steinschlagzonen. Gute Betriebe entfernen Rost mechanisch (bis gesundes Material), behandeln, grundieren korrekt und dichten Kanten. Bei Falzen kann’s sogar sinnvoll sein, mehr zu zerlegen, statt „nur drüberzunebeln“. Das sieht kurzfristig teurer aus, ist langfristig aber oft die günstigere Wahrheit.
Rost-Realtalk: Was du fragen solltest
- Wird Rost bis aufs blanke, gesunde Material entfernt?
- Welche Grundierung kommt drauf (z. B. EP/2K-Systeme)?
- Wie werden Kanten/Falze versiegelt (Nahtabdichtung, Wachs)?
- Gibt’s Fotos vom Zwischenschritt? Seriöse Betriebe zeigen das oft gern.
Kosten verstehen: Was treibt den Preis – und wo wird’s unfair?
Beim Preis ist es wie beim Kochen: Die Zutaten sind nicht alles, die Vorbereitung frisst Zeit. Lackmaterial kostet, klar. Aber richtig teuer wird’s durch Arbeitszeit, Demontage, Abkleben, Kabinenzeit und Nacharbeit. Ein Stoßfänger ist zum Beispiel oft „nur Kunststoff“, aber durch Formen, Kanten, Sensoren und Gitter trotzdem aufwendig. Und dann gibt’s noch die fiesen Kleinigkeiten: Farbtonanpassung, Beilackieren in angrenzende Teile, Mattlack-Sonderprozesse. Offen gesprochen: Wenn ein Angebot extrem billig ist, fehlt meistens irgendwo ein Schritt. Und dieser fehlende Schritt taucht später als Ärger wieder auf.
Preisfaktoren, die du auf dem Schirm haben solltest
- Vorarbeit: schleifen, spachteln, füllern – oft der größte Block
- Demontage/Montage: Sensoren, Leisten, Scheinwerfer, Türgriffe
- Farbton & Beilackieren: Zeit + Material + Know-how
- Trocknung/Kabine: Energie- und Kabinenzeiten schlagen durch
DIY vs. Profi: Was du selbst machen kannst (und was besser nicht)
Natürlich kannst du einiges selbst machen. Eine gute Wäsche, Kneten, leichte Politur – das rettet manchmal schon die Nerven. Auch Steinschlagstifte (z. B. Original-Herstellerstifte oder Systeme wie Dr. ColorChip) können okay sein, wenn du keine Perfektion erwartest. Aber: Sobald es um größere Flächen, Metallic, Kanten oder Rost geht, wird DIY schnell zur Lotterie. Und die Auszahlung ist selten gut. Das ist nicht böse gemeint – Lackieren ist Handwerk plus Übung plus Umgebung. Ohne Kabine bekommst du Staub, ohne Erfahrung bekommst du Wolken, ohne gutes Licht bekommst du Überraschungen.
DIY, aber bitte mit Plan
- Machbar: Polieren leichter Klarlackkratzer, kleine Touch-ups, Pflege
- Riskant: Spotlack auf Metallic, große Flächen aus der Dose
- No-go: Rost „überpinseln“, Kanten nur anschleifen und drüber
- Tools: Exzenterpolierer (z. B. von Flex), Lackdickenmessgerät, gutes Licht
Guten Lackierer finden: Woran du Qualität erkennst
Eine gute Lackiererei erkennst du nicht nur am Glanz im Showroom. Achte darauf, wie Fragen beantwortet werden: Wird dir der Prozess erklärt? Spricht man über Beilackieren, Kanten, Rostvorsorge? Gibt’s einen sauberen Kostenvoranschlag mit klaren Positionen? Ein weiterer Punkt: Kommunikation. Wenn jemand genervt reagiert, weil du nach dem Lackcode, der Garantie oder dem Ablauf fragst – schwierig. Und ja, schau dir Beispiele an. Nicht nur die perfekten Instagram-Flächen, sondern reale Alltagsautos: Stoßfänger, Türen, Übergänge bei Metallic. Genau da zeigt sich Handwerk.
Qualitätsmerkmale, die du sehen und hören kannst
- Transparenter Ablauf + klare Aussagen zu Beilackieren und Farbton
- Sauberer KVA mit Arbeitspositionen (nicht nur „Lackierung pauschal“)
- Beispiele/Referenzen mit schwierigen Farben (Silber, Perlmutt, Matt)
- Kontrolle bei Tageslicht und dokumentierte Zwischenschritte
Pflege nach der Lackierung: Was du in den ersten Wochen lassen solltest
Frisch lackiert ist ein bisschen wie frisch verputzte Wand: sieht toll aus, ist aber noch nicht „durch“. Viele 2K-Systeme sind schnell handfest, härten aber über Tage und Wochen nach. Bedeutet für dich: Erst mal keine aggressive Chemie, keine harte Bürste, keine Wachsexperimente nach zwei Tagen. Waschen? Ja, aber sanft. Und wenn du Keramikversiegelung planst: Warte die Freigabe der Werkstatt ab. Manche Lacke brauchen dafür eine definierte Durchhärtung, sonst sperrst du Lösungsmittel ein – und dann wird’s milchig oder fleckig.
Schonprogramm für frischen Lack
- Erste Zeit: Handwäsche mit mildem Shampoo statt Waschstraße
- Keine Polituren/Wachse ohne Rücksprache (Durchhärtung abwarten)
- Insekten/Harz zügig, aber sanft entfernen (weiches Tuch, viel Wasser)
- Bei Mattlack: nur mattgeeignete Reiniger nutzen, nie „glanzpolieren“
Mini-FAQ: Häufige Fragen, kurz beantwortet
Sieht man eine Teillackierung? Kommt drauf an. Bei Uni-Farben oft kaum, bei Metallic hängt’s stark von Beilackieren und Spritztechnik ab. Wie lange dauert’s? Smart Repair manchmal am selben Tag, Teillackierung häufig 1–3 Tage, komplexe Jobs länger. Was ist mit Leasing-Rückgabe? Da zählt meist „fachgerecht“ und „nicht auffällig“ – eine dokumentierte Reparatur kann Gold wert sein. Muss ein Stoßfänger immer komplett lackiert werden? Nicht immer, aber oft sinnvoll wegen gleichmäßigem Glanz und Kanten.
Kurze Antworten, die dir Zeit sparen
- Teillackierung ist oft unsichtbar, wenn sauber beigelackt wird
- Standzeit hängt an Vorarbeit + Trocknung, nicht am Sprühmoment
- Für Leasing: Rechnung/Protokoll aufheben, Fotos vorher/nachher helfen
- Stoßfänger: Übergänge sind heikel – komplett ist häufig die sichere Wahl
Fazit
Autolackiererei ist weniger Magie als Mischung aus sauberer Vorbereitung, gutem Farbton-Handwerk und ehrlicher Kommunikation. Wenn du verstehst, ob dein Schaden nur oberflächlich ist oder bis zur Substanz geht, triffst du automatisch bessere Entscheidungen – und sparst dir diese „Hätte ich das mal früher gemacht“-Momente. Und wenn du eine Lackiererei in der Nähe suchst, die nicht nur schnell, sondern auch sauber berät: Ein Blick auf KennstDuEinen kann helfen. Kundenbewertungen und Empfehlungen geben dir ein Gefühl dafür, wie zuverlässig ein Betrieb arbeitet – und Online-Reputation ist oft ein ziemlich guter Filter, um seriöse Anbieter von Blendern zu unterscheiden.
| Kategorie | Kosten / Preis |
|---|---|
| Polieren (leichter Klarlackkratzer) | 150 € |
| Smart Repair (Kleinschaden) | 450 € |
| Spot Repair / Beilackieren klein | 800 € |
| Stoßfänger komplett lackieren | 1200 € |
| Tür/Kotflügel teillackieren | 1700 € |
| Motorhaube teillackieren | 2000 € |
| Felge lackieren (1 Stück) | 3000 € |
| Komplettlackierung (Außen) | 4500 € |