- 1:1 Training (60 Min)
- 1:1 Paket (10er)
- Kleingruppe (pro Termin)
- Online-Coaching (monatlich)
- Ernährungscoaching Add-on
- Technik-Check (Video)
- Anamnese & Assessment
- Firmenfitness (pro Person)
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Personal Training eigentlich – und was nicht?
- Für wen lohnt sich das (wirklich)?
- Welche Arten von Personal Training gibt’s?
- Klassisches 1:1 Personal Training
- Online Personal Training
- Group Personal Training (Kleingruppen)
- Medical / Reha Personal Training
- Athletiktraining / Sportartspezifisches Training
- EMS-Training
- Functional Training
- Betriebliches Personal Training (Firmenfitness)
- So läuft eine gute Zusammenarbeit ab
- Kosten, Preise, Pakete: Was ist fair – und was ist Quatsch?
- Qualität erkennen: Trainer-Skills, Red Flags und gute Fragen
- Online Personal Training: praktisch oder nur „PDF per Mail“?
- Ernährung, Regeneration, Mindset – der Teil, den viele unterschätzen
- Typische Probleme (und wie man sie pragmatisch löst)
- Tools, Apps & Ressourcen, die wirklich helfen
- Mini-Checkliste: So findest du deinen Trainer
- Fazit
Was ist Personal Training eigentlich – und was nicht?
Personal Training ist im Kern simpel: Du bekommst individuelle Betreuung, die zu deinem Ziel passt, zu deinem Alltag und zu deinem Startpunkt. Nicht zu dem Startpunkt, den du gern hättest – sondern zu dem, den du heute wirklich hast. Ein guter Coach schaut nicht nur auf Gewichte und Wiederholungen, sondern auch auf Bewegungsausführung, Belastbarkeit, Stresslevel und deine Gewohnheiten. Das ist weniger „Drill Sergeant“ und mehr „Navigator“: Du läufst, aber jemand hält die Karte.
Was es nicht ist: eine magische Abkürzung. Wenn dir jemand verspricht, in 4 Wochen „Bauch weg, Po rund, Rücken schmerzfrei“ – dann darfst du freundlich nicken und innerlich den Ausgang suchen. Fortschritt ist oft unspektakulär: besser schlafen, sauberer bewegen, weniger Schmerzen, mehr Kraft. Klingt langweilig? Ist aber die Basis für alles, was später beeindruckend aussieht.
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Merksätze, die dir Ärger sparen
- Personal Training = individuell + begleitet + angepasst an dein Leben.
- Keine seriöse Person verspricht fixe Ergebnisse in kurzer Zeit ohne Kontext.
- Qualität zeigt sich oft in Details: Technik, Progression, Regeneration.
Für wen lohnt sich das (wirklich)?
Ehrlich gesagt lohnt sich Personal Training nicht nur für „Anfänger“. Es lohnt sich für Menschen, die Zeit sparen wollen, die schon zigmal gestartet sind und wieder aufgehört haben, oder die ein konkretes Problem lösen müssen: Rückenschmerzen, Schulterzwick, Knie, Stress, Schlaf. Und ja, auch für Fortgeschrittene, die sich festgefahren haben. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Trainingsplänen nicht mehr.
Ein kleiner Widerspruch (der gleich Sinn ergibt): Manchmal ist Personal Training am besten, wenn du nicht maximal motiviert bist. Klingt komisch, oder? Aber wenn Motivation schwankt, brauchst du Systeme statt Willenskraft. Ein Coach kann dir diese Systeme bauen: feste Termine, klare Prioritäten, „Minimum-Workouts“ für Chaos-Tage. Dann bleibt das Training dran, auch wenn das Leben mal wieder laut wird.
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Passt PT zu dir? Kleine Selbstprüfung
- Du willst Ergebnisse, aber ohne ständiges Rätselraten.
- Du hast Beschwerden oder Unsicherheit bei der Technik.
- Du brauchst Struktur (Termine, Plan, Feedback), nicht noch mehr Infos.
- Du willst langfristig fitter sein, nicht nur kurzfristig „durchziehen“.
Welche Arten von Personal Training gibt’s?
„Personal Training“ ist ein Sammelbegriff. In der Praxis gibt’s verschiedene Modelle – und die fühlen sich ziemlich unterschiedlich an. 1:1 im Studio ist der Klassiker: du, Coach, volle Aufmerksamkeit. Dann gibt’s Kleingruppen (2–6 Personen), was oft günstiger ist und trotzdem nah dran. Und dann natürlich Online-Coaching: mit App, Video-Feedback, Check-ins. Das kann genial sein – oder eben ein liebloses PDF. (Dazu gleich mehr.)
Außerdem gibt’s Spezialisierungen, die du im Hinterkopf behalten solltest: Athletiktraining für Sportarten, Pre-/Postnatal für Schwangerschaft und Rückbildung, Reha-nahes Training bei Beschwerden (immer in Abstimmung mit Physio/Arzt), oder auch „Longevity“-Ansätze, die mehr auf Gelenke, Kraft, Herz-Kreislauf und Alltagstauglichkeit zielen. Wenn du z. B. viel sitzt und Nackenstress hast, ist „noch mehr ballern“ selten die beste Idee.
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Die gängigsten PT-Formate – kurz einsortiert
- 1:1 Training: maximal individuell, ideal für Technik und Beschwerden.
- Kleingruppe: motivierend, preiswerter, trotzdem korrigiert.
- Online-Coaching: flexibel, stark bei Gewohnheiten und Alltagssystemen.
- Spezialisierungen: sinnvoll, wenn du klare Anforderungen oder Limits hast.
Klassisches 1:1 Personal Training
Hier bekommst Du volle Aufmerksamkeit. Dein Trainer arbeitet ausschließlich mit Dir – abgestimmt auf Dein Ziel, Dein Fitnesslevel und Deinen Alltag. Egal ob Muskelaufbau, Fettabbau, Leistungssteigerung oder einfach gesünder leben: Das Training wird exakt auf Dich zugeschnitten.
Einsatzbereiche:
Ideal, wenn Du maximale Individualisierung willst, gesundheitliche Besonderheiten hast oder schnelle Fortschritte erzielen möchtest.
- Für wen eignet sich 1:1 Training besonders?
Für Einsteiger, Menschen mit konkreten Zielen oder alle, die Wert auf intensive Betreuung legen. - Wie schnell sehe ich Ergebnisse?
Mit konsequentem Training oft schon nach 4–8 Wochen spürbar. - Ist das nicht teuer?
Es ist eine Investition in Dich – durch Effizienz sparst Du langfristig Zeit und Umwege.
Online Personal Training
Du trainierst ortsunabhängig – mit Trainingsplänen, Video-Calls, App-Betreuung oder Feedback per Videoanalyse. Perfekt, wenn Du flexibel bleiben willst oder viel unterwegs bist.
Einsatzbereiche:
Optimal bei engem Zeitplan, Reiseaktivität oder wenn Du keinen passenden Trainer vor Ort findest.
- Funktioniert das wirklich ohne persönlichen Kontakt?
Ja – durch regelmäßige Check-ins und Feedback bleibst Du eng begleitet. - Brauche ich spezielles Equipment?
Nicht zwingend. Viele Programme funktionieren mit Eigengewicht oder minimalem Equipment. - Wie bleibe ich motiviert?
Durch klare Zielsetzungen, Fortschrittskontrollen und feste Termine.
Group Personal Training (Kleingruppen)
Hier trainierst Du mit wenigen Teilnehmern gleichzeitig. Du profitierst von professioneller Anleitung und gleichzeitig von Gruppendynamik.
Einsatzbereiche:
Ideal, wenn Du Motivation durch andere suchst, aber nicht im anonymen Großkurs trainieren möchtest.
- Ist das Training trotzdem individuell?
Ja – Übungen werden an Dein Level angepasst. - Wie groß sind die Gruppen?
Meist 3–8 Personen. - Ist das günstiger als Einzeltraining?
Ja – durch geteilte Betreuungskosten.
Medical / Reha Personal Training
Hier steht Deine Gesundheit im Fokus. Nach Verletzungen, bei Rückenproblemen oder chronischen Beschwerden bekommst Du gezielte, sichere Trainingsprogramme.
Einsatzbereiche:
Perfekt zur Rehabilitation, Prävention oder bei ärztlich empfohlenem Training.
- Ersetzt das Physiotherapie?
Nein – es ergänzt sie sinnvoll nach der Akutphase. - Kann ich mit Schmerzen trainieren?
Gezielt und angepasst: ja. Unkontrolliert: nein. - Brauche ich eine ärztliche Freigabe?
Bei Vorerkrankungen unbedingt empfohlen.
Athletiktraining / Sportartspezifisches Training
Du willst schneller sprinten, höher springen oder explosiver werden? Hier wird gezielt an Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Technik gearbeitet – abgestimmt auf Deine Sportart.
Einsatzbereiche:
Für ambitionierte Sportler, Teamsportler oder Wettkampfvorbereitung.
- Nur für Profis?
Nein – auch ambitionierte Hobbysportler profitieren stark. - Was wird konkret trainiert?
Kraft, Explosivität, Beweglichkeit, Technik. - Wie oft sollte ich trainieren?
Je nach Ziel 2–4 Einheiten pro Woche.
EMS-Training
EMS (Elektromyostimulation) verstärkt Muskelkontraktionen durch elektrische Impulse. Du trainierst meist 20 Minuten, aber sehr intensiv.
Einsatzbereiche:
Zeitsparendes Krafttraining, Unterstützung beim Muskelaufbau oder nach Trainingspausen.
- Ist das sicher?
Bei qualifizierter Betreuung ja. - Reichen 20 Minuten wirklich?
Ja – durch die hohe Intensität. - Für wen ungeeignet?
Bei bestimmten Herz- oder neurologischen Erkrankungen.
Functional Training
Hier trainierst Du Bewegungen statt einzelne Muskeln. Ziel ist, Dich im Alltag, Beruf oder Sport leistungsfähiger zu machen.
Einsatzbereiche:
Ideal für ganzheitliche Fitness, Verletzungsprävention und athletische Leistungsfähigkeit.
- Was heißt „funktional“ konkret?
Mehrgelenkige, alltagsnahe Bewegungen. - Brauche ich Geräte?
Oft reichen Kettlebells, TRX oder Dein eigenes Körpergewicht. - Ist das auch für Anfänger geeignet?
Absolut – Übungen werden skaliert.
Betriebliches Personal Training (Firmenfitness)
Unternehmen investieren zunehmend in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden. Du trainierst im Rahmen betrieblicher Gesundheitsprogramme – einzeln oder in Gruppen.
Einsatzbereiche:
Stressabbau, Rückengesundheit, Teamstärkung und Prävention am Arbeitsplatz.
- Wer zahlt das Training?
Oft übernimmt der Arbeitgeber einen Großteil oder alles. - Findet das im Unternehmen statt?
Meist ja – vor Ort oder digital. - Was bringt das konkret?
Weniger Fehlzeiten, mehr Energie und bessere Konzentration.
So läuft eine gute Zusammenarbeit ab
Eine gute Zusammenarbeit startet nicht mit „So, 20 Burpees zum Warm-up“. Sie startet mit Fragen. Anamnese. Zielklärung. Und zwar konkret: Was heißt „fitter werden“ für dich – Treppe ohne Schnaufen? 10 Klimmzüge? Schmerzfrei sitzen? Dazu kommen Basics wie Verletzungshistorie, Schlaf, Stress, Job, Alltag. Ein Coach, der das überspringt, arbeitet im Blindflug.
Dann kommt meist ein Assessment: Beweglichkeit, Stabilität, grundlegende Bewegungsmuster (Kniebeuge, Hinge/„Hüftknick“, Drücken, Ziehen, Tragen). Kein Hexenwerk, eher ein Check: Wo bist du stabil, wo kompensierst du? Daraus entsteht ein Plan mit Progression. Und Progression heißt nicht immer „mehr Gewicht“ – manchmal heißt es: bessere Technik, mehr Kontrolle, anderes Tempo, bessere Pausen.
Und dann: Feedback-Schleifen. Gute Coaches dokumentieren, passen an, erklären dir das „Warum“. Du sollst nicht abhängig werden, sondern kompetenter. Unter uns: Das ist der Moment, wo Personal Training richtig Spaß macht – wenn du plötzlich verstehst, was dein Körper da tut.
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So klingt ein seriöser Start
- Anamnese: Ziele, Beschwerden, Alltag, Stress, Schlaf, Trainingserfahrung.
- Assessment: Bewegungsmuster + ggf. Kraft-/Ausdauertests passend zu dir.
- Plan: klare Struktur (z. B. 2–4 Einheiten/Woche), realistische Schritte.
- Review: regelmäßige Anpassungen, Technik-Feedback, Fortschrittsmarker.
Kosten, Preise, Pakete: Was ist fair – und was ist Quatsch?
Kommen wir zum Thema, das alle googeln und kaum jemand klar beantwortet: Kosten. Personal Training ist eine Dienstleistung mit hoher Verantwortung. Du bezahlst nicht nur „Zeit“, sondern Know-how, Vorbereitung, Planung, Dokumentation, Risiko-Management und oft auch Studio-Miete. Trotzdem gibt’s Preisunterschiede, die verwirren: vom günstigen Einstieg bis zum Premium-Coach in Top-Lage.
Was ich dir empfehlen würde: Schau weniger auf den Stundenpreis und mehr auf den Wert pro Woche. Wenn du z. B. einmal pro Woche 60 Minuten 1:1 trainierst, aber sonst planlos bist, kann das weniger bringen als ein Mix aus 2 Online-Check-ins, einem sinnvollen Plan und einer Technik-Session alle zwei Wochen. Pakete können fair sein, wenn sie echte Betreuung enthalten (Check-ins, Anpassungen, Support). Quatsch wird’s, wenn du für 12 Wochen zahlst und dann de facto allein gelassen wirst.
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Preislogik, die Sinn ergibt
- 1:1 ist teurer, weil Aufmerksamkeit und Verantwortung maximal sind.
- Paketpreise sind ok, wenn Betreuung messbar drinsteckt (Feedback, Anpassung).
- „Wert pro Woche“ betrachten: Wie oft bekommst du Input, Kontrolle, Steuerung?
- Vorsicht bei starren Verträgen ohne klare Leistungspunkte.
Qualität erkennen: Trainer-Skills, Red Flags und gute Fragen
Die Fitnessbranche ist ein bisschen wie ein Wochenmarkt: Es gibt grandiose Stände – und es gibt Leute, die dir „Superfood“ verkaufen, das nur teurer Salat ist. Qualität erkennst du selten am Sixpack. Eher daran, wie jemand denkt und arbeitet. Fragt der Coach nach deiner Vorgeschichte? Erklärt er dir Anpassungen? Siehst du, dass er Technik wirklich sieht – oder nur zählt?
Red Flags sind oft subtil: absolute Aussagen („Das ist immer falsch“), Angstmarketing („Wenn du das so machst, ruinierst du deinen Rücken“), oder ein Coach, der jede Einheit zur maximalen Erschöpfung macht. Klar, hartes Training hat seinen Platz. Aber wenn du jedes Mal „zerstört“ rausgehst, ist das eher Show als System. Und noch ein Klassiker: Ernährungstipps, die wie eine Religion wirken. Essen ist kein Glaubenskrieg.
Gute Fragen im Erstgespräch? Frag nach konkreten Abläufen: Wie tracken wir Fortschritt? Was passiert, wenn ich krank werde oder viel reise? Wie integrierst du Regeneration? Und wenn du Beschwerden hast: Wie arbeitest du mit Physios oder Ärzten zusammen? Ein Profi wird das nicht persönlich nehmen – im Gegenteil.
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Red Flags & clevere Fragen
- Red Flag: Versprechen ohne Diagnostik („In 4 Wochen safe…“).
- Red Flag: Dauer-„All-out“-Einheiten ohne Plan und ohne Deloads.
- Frage: „Wie messen wir Fortschritt – außer Waage?“
- Frage: „Wie gehst du mit Schmerzen/Limitierungen um?“
- Frage: „Welche Fortbildungen nutzt du aktuell?“
Online Personal Training: praktisch oder nur „PDF per Mail“?
Online Personal Training ist nicht automatisch schlechter. Im Gegenteil: Für viele ist es die realistischste Lösung, weil es flexibel ist. Du bekommst Plan, Struktur, Check-ins, Video-Feedback – und trainierst dort, wo’s in deinen Alltag passt. Das ist Gold wert, wenn du Schichtarbeit hast, Kinder, viel reist oder einfach keine Lust auf Studio-Peak-Time um 18 Uhr.
Aber: Online ist nur dann gut, wenn Feedback wirklich stattfindet. Ein Plan ohne Rückfragen ist wie ein Navi ohne GPS. Achte darauf, ob es regelmäßige Check-ins gibt (z. B. wöchentlich), ob du Videos schicken kannst, ob Technik korrigiert wird, und ob Anpassungen schnell passieren. Gute Coaches nutzen dafür Tools wie Trainerize, TrueCoach oder einfach sauber strukturierte Google Sheets plus Video über WhatsApp/Signal – Hauptsache, es läuft.
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Online-Coaching, das seinen Namen verdient
- Regelmäßige Check-ins (fixer Rhythmus) statt „meld dich, wenn was ist“.
- Video-Feedback zu Hauptübungen (Technik, Tempo, Range of Motion).
- Plananpassungen bei Stress, Schlafmangel, Reisen, Schmerzen.
- Tool-Beispiele: Trainerize, TrueCoach, Google Sheets, Loom für Video-Analysen.
Ernährung, Regeneration, Mindset – der Teil, den viele unterschätzen
Training ist der Reiz. Fortschritt ist die Anpassung. Und die passiert in der Regeneration. Klingt nach Lehrbuch, ist aber im Alltag die Stelle, an der’s kippt: zu wenig Schlaf, zu viel Stress, zu wenig Protein, zu wenig Schritte, zu viel „ich ess halt irgendwas“. Ein guter Coach wird dich nicht mit einem Ernährungsplan erschlagen, sondern mit praktikablen Regeln arbeiten: Protein pro Mahlzeit, Gemüse als Standard, Flüssigkeit, sinnvolle Snacks, und ein bisschen Planung.
Mindset ist dabei nicht „Manifestieren“. Es ist eher Handwerk: Wie sprichst du mit dir, wenn du eine Woche aussetzt? Sagst du „jetzt ist eh alles kaputt“ – oder „okay, nächste Einheit ist Dienstag, ich fang da wieder an“? Diese innere Sprache entscheidet oft mehr als der perfekte Trainingssplit. Und ja, manchmal hilft’s, den Anspruch runterzudrehen: lieber 2 solide Einheiten als 5 geplante, die nie passieren.
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Pragmatische Basics, die wirklich wirken
- Schlaf: 7–9 Stunden als Ziel; feste Aufstehzeit hilft oft mehr als „früh ins Bett“.
- Protein: grob 25–40 g pro Mahlzeit (je nach Körpergewicht und Ziel).
- Alltag: Schritte und Treppen sind unterschätztes „Cardio nebenbei“.
- Mindset: „Wieder einsteigen“ ist eine Fähigkeit – trainierbar wie Muskelkraft.
Typische Probleme (und wie man sie pragmatisch löst)
Problem Nummer eins: Zeit. Die meisten scheitern nicht an Faulheit, sondern an Kalender-Chaos. Lösung: kürzer denken. 30 Minuten sind nicht „nichts“, sondern oft das realistische Minimum, das du durchziehst. Zwei halbe Stunden schlagen eine perfekte Stunde, die nie stattfindet. Ein Coach kann dir dafür „Kurzprogramme“ bauen: 3 Übungen, 3 Sätze, fertig. Kein Drama.
Problem Nummer zwei: Schmerzen oder „komisches Ziehen“. Da wird’s heikel, weil viele entweder ignorieren oder panisch werden. Beides ist selten klug. Gute Praxis: Schmerz skaliert betrachten (0–10), Auslöser notieren, Belastung anpassen, und bei anhaltenden Beschwerden abklären lassen. Ein professioneller Trainer arbeitet dann mit Varianten: weniger Range, andere Übung, anderes Tempo, mehr Stabilität. Das Ziel ist Belastbarkeit, nicht Heldentum.
Problem Nummer drei: Motivation, die weg ist. Offen gesprochen: Motivation ist wie Wetter. Du kannst sie nicht kontrollieren. Was du kontrollieren kannst, ist Reibung. Leg dir Trainingssachen bereit, block dir Termine, geh zu Fuß ins Studio, wenn’s geht, und mach den Einstieg leicht. Viele Coaches nennen das „Minimum Viable Workout“: so klein, dass du es fast nicht ablehnen kannst. Und oft machst du dann doch mehr.
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Problemlöser-Kit für den Alltag
- Zeitmangel: 2×30 Minuten/Woche als Einstieg; Fokus auf Ganzkörper-Grundübungen.
- Schmerz: Skala 0–10 nutzen; bei >3–4 anhaltend anpassen/abklären.
- Motivation: Reibung senken (Kleidung bereit, feste Termine, kurzer Weg).
- Minimum-Workout: 10–15 Minuten als „Notfallplan“ statt komplett ausfallen.
Tools, Apps & Ressourcen, die wirklich helfen
Du brauchst keinen Technik-Zirkus, aber ein paar Tools machen’s leichter. Fürs Tracken reichen oft Notizen am Handy oder eine simple App wie Strong oder FitNotes. Für Gewohnheiten sind Streaks (z. B. in Habitify) manchmal überraschend motivierend. Und wenn du Online-Coaching machst, ist Video dein bester Freund: ein kurzes Set filmen, schicken, korrigieren lassen – fertig. Das ist nicht eitel, das ist Feedback.
Für Wissen (ohne in Fitness-Mythen zu versinken) sind ein paar seriöse Quellen hilfreich: die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) als Basis für Ernährung, oder Standards von anerkannten Verbänden im Trainingsbereich. Und wenn du gern Podcasts hörst: Such gezielt nach Folgen zu Krafttraining-Grundlagen, Schmerzverständnis, Schlaf. Aber bitte: nicht jede Woche alles ändern. Wissen ist gut – Umsetzung ist besser.
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Tools, die dich nicht erschlagen
- Training tracken: Strong, FitNotes oder schlicht Apple/Google Notizen.
- Gewohnheiten: Habitify oder eine einfache Kalender-Kette („X“ pro Trainingstag).
- Video-Feedback: Handy + Stativ/Anlehnen + 10 Sekunden pro Hauptübung.
- Seriöse Basis: DGE für Ernährung-Grundlagen; Verbandsstandards als Orientierung.
Mini-Checkliste: So findest du deinen Trainer
Wenn du bis hier gelesen hast, willst du wahrscheinlich keine Show – du willst jemanden, der dich ernst nimmt. Also: Mach’s dir einfach. Schreib dir 3 Ziele auf (eins Leistungsziel, eins Gesundheitsziel, eins Alltagsziel). Dann such dir 3 Trainerprofile raus und vergleiche nicht nur Preise, sondern Kommunikation: Wie wird erklärt? Wie wird gearbeitet? Gibt’s echte Fallbeispiele (ohne peinliche Bloßstellung)?
Und dann: Erstgespräch. Das ist wie ein Probetraining fürs Vertrauen. Du solltest dich nicht klein fühlen, sondern verstanden. Ein bisschen Nervosität ist normal, klar. Aber wenn du dich nach 10 Minuten denkst: „Ich kann hier Fragen stellen, ohne dass jemand die Augen verdreht“ – dann bist du schon ziemlich nah dran.
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Checkliste zum Abspeichern (wirklich)
- 3 Ziele notieren: Leistung, Gesundheit, Alltag (z. B. Treppe, Rücken, Energie).
- Nach Prozess fragen: Anamnese, Assessment, Progression, Review-Rhythmus.
- Auf Sprache achten: erklärt der Coach verständlich, ohne dich zu überfahren?
- Probeformat wählen: Einzelstunde, Technik-Check oder 2-Wochen-Startpaket.
Fazit
Personal Training ist dann richtig gut, wenn es dich nicht nur „fertig macht“, sondern dich sicherer, stärker und ruhiger im Kopf werden lässt – weil du weißt, was du tust und warum. Ob 1:1, Kleingruppe oder online: Entscheidend sind Struktur, Feedback und eine Betreuung, die zu deinem Alltag passt. Wenn du bei der Suche nach einer guten Beratung oder einem seriösen Personal Trainer in deiner Nähe Unterstützung willst, kann ein Blick auf KennstDuEinen sinnvoll sein: Kundenbewertungen und Empfehlungen helfen oft, die Spreu vom Weizen zu trennen, und die Online-Reputation ist ein ziemlich guter Hinweis darauf, wie verlässlich ein Anbieter im echten Leben arbeitet.
| Kategorie | Kosten / Preis |
| 1:1 Personal Training (60 Min) | 120 € |
| 1:1 Paket (10 Einheiten, pro Einheit) | 80 € |
| Kleingruppen-Training (pro Termin) | 60 € |
| Online Personal Training (monatlich) | 40 € |
| Ernährungscoaching Add-on (monatlich) | 70 € |
| Technik-Check per Video (einmalig) | 20 € |
| Anamnese & Assessment (einmalig) | 30 € |
| Firmenfitness-Session (pro Person) | 90 € |